Pearson-Preis 2017 für herausragende Masterarbeiten

Im Rahmen des DPPD Kongresses 2017 wurden in diesem Jahr gleich zwei mit 350 € dotierte Pearson-Preise für herausragende Masterarbeiten in den Bereichen Persönlichkeitspsychologie und Psychologische Diagnostik an Herrn Simon Breil und Herrn Kai Horstmann verliehen.

Simon Breil schließt mit der Masterarbeit sein Studium an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster im Bereich Psychologie mit dem Prädikat „sehr gut“ ab.

Herrn Breils Masterarbeit mit dem Titel: „Sociability in Daily Life: How Personality and Context Shape the Behavior in Real-Life Social Interactions“ beschäftigt sich mit den Prädiktoren geselligen Verhaltens im realen Alltag. Aus differentieller und persönlichkeitspsychologischer Sicht ist dies ein äußerst relevantes und interessantes Thema, da geselliges Verhalten mit verschiedenen wichtigen intra- und interpersonellen Konsequenzen (z. B. Lebenszufriedenheit) einhergeht. Trotz dieser Wichtigkeit gibt es viele offene Fragen bezüglich des Einflusses von Persönlichkeit und Kontexteinflüssen auf Verhaltensweisen, die Herr Breil differenziert herleitet und beantwortet. Neben der Replikation von bereits bekannten Haupteffekten von Persönlichkeit und Kontexteinflüssen, testet Herr Breil spezifische Persönlichkeit x Situation Interkationen. Darüber hinaus, als Alleinstellungsmerkmal in aktueller Feld-Forschung, fokussiert sich Herr Breil nicht nur auf die Perspektive einer Person, sondern analysiert auch die Perspektiven und Wahrnehmungen anderer beteiligter Personen innerhalb sozialer Interaktionen.

Die in ein wissenschaftliches Paper überarbeitete Version der Masterarbeit von Herrn Breil können Sie hier einsehen.

Von links: Frau Dr. Marion Spengler (Laudatorin), Herr Simon Breil, M.Sc.-Psych., Frau Dr. Janine Heißler (Pearson)

Von links: Frau Dr. Marion Spengler (Laudatorin), Herr Simon Breil, M.Sc.-Psych., Frau Dr. Janine Heißler (Pearson)

Kai Horstmann hat sein Studium der Psychologie an der Humboldt-Universität zu Berlin bereits 2015 abgeschlossen und promoviert seitdem bei Prof. Matthias Ziegler zum Thema Person-Situation-Transaktionen.

Die Arbeit mit dem Titel “Putting Lewin’s Equation to the Test: Assessing the Person-Situation Interaction with the B5PS” (Horstmann, 2015) untersucht den Zusammenhang zwischen Persönlichkeit, der Wahrnehmung einer Situation und dem Verhalten in einer Situation, welcher zunächst von Lewin durch die Gleichung Verhalten = f(Person, Umgebung) ausgedrückt wurde. Mithilfe des Big Five Inventars für Persönlichkeit in Beruflichen Situationen (B5PS; Ziegler, 2014) kann gezeigt werden, dass sich Verhaltensweisen tatsächlich nicht nur durch die Person und die spezifische Situation vorhersagen lassen, sondern auch durch die generelle Tendenz einer Person, bestimmte Situationen wahrzunehmen. Die Arbeit leistet damit zunächst einen theoretischen Beitrag zur Person-Situation-Debatte, in dem sie diese um die Komponente der generellen Situationswahrnehmung als Person-Variable erweitert. Darüber hinaus wird die praktische Nutzbarkeit der Situationswahrnehmung, z. B. im Bereich Personalauswahl, aufgezeigt und diskutiert.

Die Masterarbeit von Herrn Horstmann kann hier eingesehen werden.

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Von links: Frau Dr. Marion Spengler (Laudatorin), Herr Kai Horstmann, M.Sc.-Psych., Frau Dr. Janine Heißler (Pearson)

Wir gratulieren den Preisträgern und wünschen ihnen weiterhin viel Erfolg und alles Gute!

2 Gedanken zu “Pearson-Preis 2017 für herausragende Masterarbeiten

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