Neu im Shop: BSI – Zur Messung der psychischen Belastung


BSI als Kurzform der SCL-90-R (Symptom-Checkliste)

Das Brief Symptom Inventory (BSI®) von L. R. Derogatis (Deutsche Fassung: S. Kliem und E. Brähler) wird im psychologischen, medizinpsychologischen, psychosozialen, psychotherapeutischen und psychiatrischen Kontext ab einem Alter von 14 Jahren als diagnostisches Selbstbeurteilungs-Instrument zur Messung der psychischen Belastung eingesetzt. Der Fragebogen erfasst dabei die subjektiv empfundenen Beeinträchtigungen durch körperliche und psychische Symptome der vergangenen sieben Tage.

Mit 53 Items und vier Zusatzitems ist das BSI die Kurzform der SCL-90-R, deren Durchführung etwa doppelt so viel Zeit in Anspruch nimmt. Die Items lassen sich in die neun Skalen Somatisierung, Zwanghaftigkeit, Unsicherheit im Sozialkontakt, Depressivität, Ängstlichkeit, Aggressivität/Feindseligkeit, Phobische Angst, Paranoides Denken und Psychotizismus einordnen. Die Schwere der Beeinträchtigung wird über ein fünfstufiges Antwortformat von 0 „überhaupt nicht“ bis 4 „sehr stark“ abgefragt.

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Im Zuge der Auswertung lassen sich die drei globalen Kennwerte GSI, PSDI und PST bestimmen, die einen differenzierten Eindruck des klinischen Bildes erlauben: Der GSI (Global Severity Index) misst dabei den Durchschnitt und das Ausmaß der Beeinträchtigungen im Allgemeinen und wird zur Screening-Entscheidung, Verlaufskontrolle sowie zur Evaluation von Interventionen eingesetzt. Der PST (Positive Symptom Total) gibt Auskunft über Anzahl sowie Heterogenität der Symptome. Der PSDI (Positive Symptom Distress Index) gilt als Intensitätsmaß der Beeinträchtigungen.

So erlaubt das BSI neben globalen Aussagen zur allgemeinen psychischen Belastung auch eine mehrdimensionale Erfassung subjektiver Beschwerden und hat sich im Rahmen der Qualitätssicherung psychotherapeutisch-psychiatrischer Interventionen als störungsübergreifendes Erfolgsmaß etabliert.

Neue Normen aus den Jahren 2012 und 2016

2012 und 2015/2016 fand im Rahmen einer repräsentativen Stichprobe von N = 966 bei Erwachsenen zwischen 20 und 96 Jahren sowie von N = 642 bei Jugendlichen von 14 bis 19 Jahren eine geschlechterspezifische Neunormierung statt.

Digitale Auswertung mit Q-global möglich

Neben der herkömmlich manuellen Auswertung ist ab Ende 2017 die Auswertung alternativ auch auf der webbasierten Plattform Q-global möglich. Der große Vorteil der digitalen Auswertung ist, dass Zeit und Lagerkosten eingespart werden. Zudem werden menschliche Fehler eliminiert und dem Diagnostiker bliebt mehr Zeit für die klinische Beobachtung während der Testung. Es gelten höchste Datenschutz- und Sicherheitsstandards, die den EU-Richtlinien zum Schutz persönlicher Daten im Internet entsprechen. Dritte haben selbstverständlich keinen Zugriff auf die eingegebenen Daten.

 

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