Kein ADHS-Anstieg

„KiGGS-Studie“ zeigt: Kein Anstieg der ADHS-Diagnosen

Die Aufmerksamkeitsdefizits- / Hyperaktivitätsstörung – kurz ADHS – ist eine der am häufigsten diagnostizierten Verhaltensstörungen bei Kindern und Jugendlichen. Glaubt man aktuellen Medienberichten, ist die Anzahl der Diagnosen in den vergangenen Jahren geradezu inflationär gestiegen. Eine unabhängige Studie des Robert Koch-Instituts in Berlin konnte nun zeigen, dass dies eine Fehleinschätzung ist: Im Vergleich zu einer älteren Erhebung ist keine signifikante Veränderung der Diagnosehäufigkeit in Deutschland zu verzeichnen.

 

Repräsentative Studie mit über 12.000 Teilnehmern

Frühzeitige Förderung für eine gesunde Entwicklung (Foto: © SerrNovik - Fotolia)

(Foto: © SerrNovik – Fotolia)

KiGGS ist die Abkürzung für eine Langzeitstudie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland. Die Basiserhebung startete 2003 und lief bis 2006. In einer Folgeerhebung, die zwischen 2009 und 2012 stattfand, wurden zwei Stichproben gezogen: Zum einen bestand die Erhebungswelle aus einer Anzahl zufällig gewählter 0-6-Jähriger. Weiterlesen


Intelligenzentwicklung nach kindlichem Schlaganfall

Kindlicher Schlaganfall – Schwierigkeiten und Chancen

Ein Schlaganfall muss nicht erst im fortgeschrittenen Alter auftreten. Bereits in jungen Jahren – sogar bei der Geburt – kann es zu der Erkrankung kommen. Experten schätzen die Zahl der betroffenen Kinder auf 300 pro Jahr, allerdings ist die Dunkelziffer vermutlich deutlich höher. Denn bei den kleinen Patienten wird selten ein Schlaganfall vermutet. Warnsignale werden dabei oft übersehen bzw. falsch interpretiert, die verzögerte Diagnose führt deswegen zu größeren Folgeschäden. Welche Auswirkungen das tatsächlich auf die kindliche Entwicklung haben kann, hat Prof. Dr. Monika Daseking anhand von Fallbeispielen bei ihrem Vortrag auf der Pearson Xchange 2015 erklärt. Unter dem Motto „Intelligenzentwicklung nach kindlichem Schlaganfall“ zeigte sie, welche Spontanremissionen oder persistierenden Beeinträchtigungen auftreten können.

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Interview zur deutschen Ausgabe der neuen PPVT-4

Dr. Alexandra Lenhard, Dipl. Psych. und Dr. Wolfgang Lenhard, Dipl. Psych, zwei der vier Autoren der neu erschienenen deutschen Adaptation vom Peabody Picture Vocabulary Test (PPVT-4), sprechen mit uns über ihre Erfahrungen während der Entwicklungszeit des deutschen PPVT-4.

Dr. Alexandra und Wolfgang Lenhard

Dres. Alexandra und Wolfgang Lenhard

Frau Dr. Lenhard ist als selbstständige Unternehmerin auf dem Gebiet der Entwicklung von Testverfahren, Förderprogrammen und Auswertungssoftware tätig. Außerdem arbeitet sie auch praktisch auf dem Gebiet der Diagnose und Förderung kognitiver Leistungen. Ihr Wissen vermittelt sie in zahlreichen Seminaren an Psychologen, Lehrer, Mediziner und andere assoziierte Berufsgruppen. Dr. Wolfgang Lenhard ist am Lehrstuhl für Psychologie an der Universität Würzburg tätig, seine Arbeitsschwerpunkte liegen in der Schulleistungsdiagnostik und -förderung, und hierbei besonders im Themengebiet Leseverständnis und Lesekompetenz.

Pearson: Können Sie kurz den Peabody Picture Vocabulary Test – 4. Ausgabe (PPVT-4) beschreiben?

Dr. Wolfgang Lenhard: Der PPVT-4 ist ein aus den USA stammender Test des rezeptiven Wortschatzes, also des Hörwortschatzes. Die erste Version wurde bereits 1959 von Lloyd Dunn entwickelt. Seither wurde der Test beständig verbessert. Wir haben die vierte Ausgabe dieses Tests ins Deutsche übertragen und für Kinder im Alter von 3 bis 16 Jahren normiert. Der Test liegt als Papierversion vor und wird als Individualtestung durchgeführt. Er enthält 228 Items, die jeweils aus einem gesprochenen Wort und einem zugehörigen Set aus 4 farbigen Bildern bestehen. Die Aufgabe der Testperson besteht jeweils darin, dasjenige Bild auszuwählen, welches am besten zu dem vom Testleiter vorgesprochenen Wort passt. Weiterlesen


Aktuelle Rezension zum BOT-II in “Praxis Ergotherapie”

Bernadette Nied-Lang, Ergotherapeutin aus Bad Rappenau berichtet über ihre Erfahrungen mit in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift “Praxis Ergotherapie”

Der Bruininks-Oseretsky Test of Motor Proficiency Second Edition (BOT-2) ist ein standardisiertes, normreferenziertes Testverfahren zur Messung der motorischen Fähigkeiten von Kindern und Jugendlichen im Alter von 4;0 bis 14; 11 Jahren. Aufgrund seiner Evidenz wird der BOT-2 in der aktuellen Leitlinie für Kinder mit umschriebenen Entwicklungsstörungen motorischer Funktionen (UEMF) empfohlen, war aber bis Mitte 2014 nur mit amerikanischen Normen erhältlich. Das Kinderzentrum Maulbronn hat in den Jahren 2011 bis 2013 die deutsche Adaption und Normierung des Testverfahrens (BOT-2 G) durchgeführt; den deutschen Normen liegen Daten von 1000 Kindern und Jugendlichen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zu Grunde.

BOT-2 Zweite Ausgabe

Der BOT-2 misst die vier Motorikbereiche (Skalen) “Feinmotorische Steuerung”, “Handkoordination”, “Körperkoordination” sowie “Kraft und Geschicklichkeit”, wobei diese vier Skalen jeweils in zwei Subtests aufgeteilt sind und insgesamt 53 Aufgaben umfassen. Es gibt neben der Langfassung, die laut Handbuch ca. 50 bis 60 Minuten dauert, auch eine Kurzversion mit ca. 20 Minuten -Testdauer. Diese Kurzfassung setzt sich aus 19 Aufgaben des Gesamttestes zusammen; als Testergebnis erhält man einen sogenannten Gesamtwert der Motorik; diese Kurzform soll eher als Screeninginstrument als zur genauen Diagnostik eines Kindes verwendet werden. Zur Auswertung des Tests stehen geschlechtsspezifische und gemeinsame Normen zur Verfügung. Außerdem können neben einem Gesamtergebnis auch einzelne Werte für die jeweiligen Motorikbereiche (Skalen) berechnet werden, sodass sich ein altersspezifisches Entwicklungsprofil der Gesamtmotorik darstellen lässt. Weiterlesen


Persönliche Eindrücke zur Pearson Xchange 2015: Das sagen die Teilnehmer

Das Fachsymposium zur Testdiagnostik war auch in diesem Jahr ein voller Erfolg. Dabei standen nicht nur Vorträge von Experten aus dem Bereich der Intelligenzdiagnostik im Mittelpunkt, sondern auch der Austausch untereinander. Das besondere dieses Mal: Das Programm wurde auf einen ganzen Tag ausgeweitet. Grund genug nachzufragen wie den Teilnehmern die Pearson Xchange gefallen hat.


 

Wie haben sie die Veranstaltung wahrgenommen? Welche persönlichen Eindrücke nehmen sie mit nach Hause? Ein Video zu den Besucherstimmen zeigt, mit welcher Resonanz das Fachsymposium zu Ende gegangen ist. Eins ist auf jeden Fall sicher – Der eine oder andere kommt bestimmt auch im nächsten Jahr wieder wenn es heißt: die Pearson Xchange 2016 öffnet ihre Tore!