Aktuelle Rezension zum BOT-II in “Praxis Ergotherapie”

Bernadette Nied-Lang, Ergotherapeutin aus Bad Rappenau berichtet über ihre Erfahrungen mit in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift “Praxis Ergotherapie”

Der Bruininks-Oseretsky Test of Motor Proficiency Second Edition (BOT-2) ist ein standardisiertes, normreferenziertes Testverfahren zur Messung der motorischen Fähigkeiten von Kindern und Jugendlichen im Alter von 4;0 bis 14; 11 Jahren. Aufgrund seiner Evidenz wird der BOT-2 in der aktuellen Leitlinie für Kinder mit umschriebenen Entwicklungsstörungen motorischer Funktionen (UEMF) empfohlen, war aber bis Mitte 2014 nur mit amerikanischen Normen erhältlich. Das Kinderzentrum Maulbronn hat in den Jahren 2011 bis 2013 die deutsche Adaption und Normierung des Testverfahrens (BOT-2 G) durchgeführt; den deutschen Normen liegen Daten von 1000 Kindern und Jugendlichen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zu Grunde.

BOT-2 Zweite Ausgabe

Der BOT-2 misst die vier Motorikbereiche (Skalen) “Feinmotorische Steuerung”, “Handkoordination”, “Körperkoordination” sowie “Kraft und Geschicklichkeit”, wobei diese vier Skalen jeweils in zwei Subtests aufgeteilt sind und insgesamt 53 Aufgaben umfassen. Es gibt neben der Langfassung, die laut Handbuch ca. 50 bis 60 Minuten dauert, auch eine Kurzversion mit ca. 20 Minuten -Testdauer. Diese Kurzfassung setzt sich aus 19 Aufgaben des Gesamttestes zusammen; als Testergebnis erhält man einen sogenannten Gesamtwert der Motorik; diese Kurzform soll eher als Screeninginstrument als zur genauen Diagnostik eines Kindes verwendet werden. Zur Auswertung des Tests stehen geschlechtsspezifische und gemeinsame Normen zur Verfügung. Außerdem können neben einem Gesamtergebnis auch einzelne Werte für die jeweiligen Motorikbereiche (Skalen) berechnet werden, sodass sich ein altersspezifisches Entwicklungsprofil der Gesamtmotorik darstellen lässt. Weiterlesen


Persönliche Eindrücke zur Pearson Xchange 2015: Das sagen die Teilnehmer

Das Fachsymposium zur Testdiagnostik war auch in diesem Jahr ein voller Erfolg. Dabei standen nicht nur Vorträge von Experten aus dem Bereich der Intelligenzdiagnostik im Mittelpunkt, sondern auch der Austausch untereinander. Das besondere dieses Mal: Das Programm wurde auf einen ganzen Tag ausgeweitet. Grund genug nachzufragen wie den Teilnehmern die Pearson Xchange gefallen hat.


 

Wie haben sie die Veranstaltung wahrgenommen? Welche persönlichen Eindrücke nehmen sie mit nach Hause? Ein Video zu den Besucherstimmen zeigt, mit welcher Resonanz das Fachsymposium zu Ende gegangen ist. Eins ist auf jeden Fall sicher – Der eine oder andere kommt bestimmt auch im nächsten Jahr wieder wenn es heißt: die Pearson Xchange 2016 öffnet ihre Tore!

 


Networking in den Pausen – Neue Erkenntnisse vertiefen

Es ist erstaunlich wie schnell die Zeit vergehen kann, wenn diese mit interessanten und neuen Eindrücken gefüllt wird. Das Gleiche gilt auch für die Pearson Xchange. Den spannenden Auftakt übernahmen Prof. Dr. Alan Kaufman und seine Frau bei ihrem Vortrag “The Dawning of a New Age in IQ Assessment” mit der Unterstützung von Dr. Peter Melchers. Dabei wurde ein Überblick zur Entwicklung von Intelligenztest gegeben, aber auch Prognosen und Herausforderungen bei der Erarbeitung neuer psychologischer Tests gegeben. Anschließend ging es mit Prof. Dr. Gerolf Renner weiter und den “Chancen einer CHC-orientierten Intelligenzdiagnostik bei Kindern und Jugendlichen”. Weiterlesen


Pearson Xchange 2015 – Die Veranstaltung beginnt

Nach Wochen der Vorbereitungen, des Organisierens und Planens ist es jetzt endlich soweit: Die Pearson Xchange 2015 ist endlich eröffnet. Genauso wie die Mitarbeiter der Pearson Assessment GmbH freuen sich auch die Gäste auf das Fachsymposium zur Testdiagnostik. Unter dem Motto “Intelligenzdiagnostik bei Kindern und Jugendlichen: Stärken und Schwächen erkennen – gezielt fördern” findet die Veranstaltung bereits zum dritten Mal statt. Auf dem Programm stehen bekannte Testverfahren wie KABC-II, aber auch Themen wie Hochbegabung, Intelligenzentwicklung nach einem kindlichem Schlaganfall oder Fallstricke der Intelligenztestung. Damit finden Pädiater, Kinder- und Jugendpsychologen und Kinder- und Jugendpsychotherapeuten ein passendes Thema für sich. Natürlich soll auch der Erfahrungsaustausch nicht zu kurz kommen.

Hier sind erste Impressionen von der Veranstaltung:

Pearson-Xchange-Testdiagnostik-Eroeffnung

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Studie wertet Testergebnisse der WPPSI-III aus

WPPSI-III: Intelligenztest unterstützt Untersuchung zu ADHS und umschriebene Entwicklungsstörungen der motorischen Funktionen (UEMF)

Intelligenztests werden von Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten meistens angewandt, um den Entwicklungsstand der kognitiven Fähigkeiten der entsprechenden Testperson zu ermitteln. Nach dem das Ergebnis dazu vorliegt, werden falls nötig Maßnahmen zur Förderung und Unterstützung abgeleitet. Bei Kinder von 3 bis 7 Jahren kommt in diesem Zusammenhang der Wechsler Intelligenztest für Kindergartenkinder und Vorschulkinder (WPPSI-III) zum Einsatz. Wie zuvor erläutert wird das Verfahren dazu genutzt, Erkenntnisse zu allgemeinen und spezifischen kognitiven Fähigkeiten zu erhalten. Eher unüblich ist dabei der Einsatz im Zusammenhang mit motorischen Fertigkeiten.

Testmaterial des WPPSI-III

Testmaterial des WPPSI-III

Bei Untersuchungen von ADHS und umschriebenen Entwicklungsstörungen der motorischen Funktionen (UEMF) haben jedoch Psychologen die WPPSI-III genau für diese Zwecke eingesetzt. Sie haben mit dessen Hilfe analysiert, inwiefern Kinder mit UEMF und ADHS ein spezifisches kognitives Leistungsprofil aufweisen. Weiterlesen